Jahresbrief 2016

Jahresbrief 2016

Liebe Freunde der Rumänienhilfe,

Wie war es im Jahr 2016?

 

Wir sind im März wie immer, nach zweitägiger Fahrt, am Sonntagnachmittag in Costiui angekommen.

Dort wurden wir, wie immer, von Bela, Paul, Pastor Otto, und jetzt auch zusätzlich von Anti, begrüßt.

Diese Begrüßung war, wie immer, sehr freundlich.

Wir wurden, wie immer, mit offenen Armen empfangen.

Doch nach kurzer Zeit merkten wir, dass irgendetwas nicht stimmte.

Aber was?

Wir sollten es sehr schnell erfahren.

Wie bereits im letzten Jahresbrief mitgeteilt, hatte sich Anti im September letzten Jahres bereit erklärt, im Team der Rumänienhilfe mitzuarbeiten. Damit konnten wir sicherstellen, dass die Arbeit vor Ort weiter geführt werden kann, wenn entweder Bela oder Paul diese Arbeit nicht mehr leisten können. Bis zu diesem Zeitpunkt sollte Anti eingearbeitet werden.

 

Sollte!

 

Anti teilte uns nämlich direkt nach der Begrüßung mit, dass er bereits am Freitag unserer Arbeitswoche nach Berlin fahren wird, weil er dort eine Arbeitsstelle in seinem studierten Beruf bekommen hat. Einerseits waren wir froh über diese Entwicklung – sein Studium hatten wir mitfinanziert – andererseits waren wir sehr geschockt. Und jetzt – wieder alles auf Null. Denn eine Person zu finden, die die Voraussetzungen mitbringt, im Rumänienteam in Costiui mitzuarbeiten, ist mehr als schwer. Wir haben daher damit begonnen, mit Bela und Paul zusammen eine solche Person ausfindig zu machen, damit diese entsprechend eingearbeitet werden kann.

 

Am Montag, dem Tag unserer regelmäßigen Besprechung über die Patenschaften, hatten wir eigentlich gedacht, dass die Diskussion über unsere Hilfeempfänger keine großen Probleme machen sollte.

 

Sollte!

 

Im Gegensatz zu unseren früheren Besprechungen war es im März ein sehr intensives Gespräch, bei der viele Probleme angesprochen und bearbeitet werden mussten. Hier zeigte sich wieder, wie wichtig diese Besprechung der Patenschaften zu Beginn unserer Arbeitswoche  in Costiui ist. Wir besprechen, wer weiter auf Hilfe angewiesen ist, in welcher Höhe diese gezahlt werden muss, wer zwischenzeitlich diese Hilfe nicht mehr benötigt, welche Personen neu hinzugekommen sind, die eine Patenschaft benötigen.  Es wurde bei diesem Gespräch auch deutlich, dass unsere Verfahrensweise, konkrete Belege für das jeweils angegebene Einkommen einzufordern, von großer Bedeutung und die Überprüfung vor Ort der persönlichen Lebensumstände weiterhin dringend notwendig ist.

Alles in allem haben wir so den ganzen Montag verbracht. Die Vorbereitung des nächsten Tages musste daher auf den Abend verschoben werden.

 

Dienstag, der Ausgabetag der Patenschaften und der Hilfe für Schülerfahrkarten, sollte eigentlich ein normaler Tag werden, weil hier Besonderheiten nicht zu erwarten waren.

 

Sollte!

 

Bereits am Montag, hatte Paul im Rahmen unserer Besprechung angedeutet, dass im Ort Paula, 18 Jahre alt, dringend Hilfe benötigt. Sowohl Hilfe materieller als auch medizinischer Art. Wir hatten daher beschlossen, am Dienstag mit Paula ein Gespräch zu führen.

 

An diesem Gespräch  haben Vilma (Übersetzung),Paula, Dorothee und Martin teilgenommen. Für alle war beeindruckend, ja berührend,  wie offen Paula über die bestehenden Probleme mit uns, die wir für sie ja eigentlich fremd waren, gesprochen hat. Schnell wurde klar, das  psychische Probleme bestehen, die dringend einer Behandlung bedürfen. Diese Probleme rühren von häuslichen bzw. familiären Problemen her, die Paula sehr belasten. Bereits im letzten Jahr war die Situation für sie so extrem, dass sie sich das Leben nehmen wollte. Doch warum wurde nicht eine Therapie durchgeführt? Weil einfach das Geld für die Veränderung der Lebenssituation aber auch für die notwendige Behandlung nicht da ist.

„Umgehauen“ hat uns dann die Angaben dass sie zudem schwanger ist, was die Situation nicht gerade einfacher macht. Dabei tat es gut zu erfahren, dass Paula seit ca. 3 ½ Jahren einen festen Freund hat, der zu ihr steht und mit ihr eine gemeinsame Zukunft aufbauen will. Zu diesem Freund will sie demnächst ziehen. Mit den wenigen Mitteln, die der Freund durch Gelegenheitsarbeit verdient, baut er zu Zeit „ein“!!!! Zimmer an das Haus seiner Großeltern im Nachbarort, in dem beide dann wohnen wollen. Um die Fertigstellung zu beschleunigen, haben wir hier eine Unterstützung gegeben. Gleichzeitig wurde mit Hilfe von Vilma eine Ärztin in Sighet ausfindig gemacht, die nach dem bevorstehenden Wohnungswechsel,  sofort mit einer psychischen Behandlung anfangen wird, um Paula zu stabilisieren. Auch hierzu haben wir unsere Mithilfe angekündigt. Als weitere Hilfe wurde eine Patenschaft für die Versorgung mit Lebensmitteln eingerichtet, die über Paul verwaltet wird. Hierdurch wird sicher gestellt, dass diese Unterstützung auch nur Paula zukommt. Hier die Unterstützung zu geben ist eine Ausnahme von unserem Prinzip, nur Bewohnern von Costiui zu helfen. Paula wird von der Rumänienhilfe seit ihrer Kindheit unterstützt und deshalb wollen wir sie in dieser schweren Situation nicht allein lassen.

Nach diesem Gespräch waren wir zugegebenermaßen ziemlich angeschlagen.

 

Das sollte es eigentlich gewesen sein.

 

Sollte!

 

Während die Gruppe im Dorf unterwegs war, um die Hilfe zu verteilen, bestehende Patenschaften und Patenschaftsanfragen zu prüfen, Vilma (Übersetzung) mit Martin die Patenschaften im Pfarrhaus ausgab, erreichte uns ein Anruf, dass Vilma dringend zum Übersetzen ins Dorf kommen sollte. Es ging um die Klärung einer notwendigen Hilfe.

Also, Pfarrhaus zu, ins Dorf, Gespräch geführt, wieder zum Pfarrhaus, und weiter.

Hört sich einfach an.

Aber die Situation, die sich uns dann bei unserem Besuch vor Ort bot, war alles andere als einfach. Wie soll ein Mann, der kaum Einkommen hat und in seinem Bein künstliche Venen hat, die jetzt dringend erneuert werden müssen, diese Behandlung durchführen lassen, wenn kein Geld da ist? Die gesamte Situation war schon sehr bedrückend.

Wenn wir uns vorstellen, dass bei uns in Deutschland die lebensnotwendigen Behandlungen von der Krankenkasse bezahlt werden und dort…….. – nicht?

 

Wir dachten: „Ok, was kommt noch?“

 

Mittwoch

 

Eine alte Frau, die mit Ihrem Renteneinkommen nach Abzug der Kosten für Ihre notwendigen Medikamente von ca. 8,00 EUR leben muss. Wir mussten ihre bisherige Patenschaft jetzt im März zunächst einstellen, weil der Pate in Deutschland weggefallen ist.  Wir können  erst im September die Weiterzahlung einer weiteren Unterstützung prüfen.  Wir haben allerdings eine Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Für eine andere alte Frau mit sehr niedrigem Einkommen musste die Patenschaft zunächst ebenfalls eingestellt werden, auch hier war ein Pate weggefallen. Auch hier wurde für September eine weitere Prüfung in Aussicht gestellt.

 

Ab diesem Zeitpunkt verlief die weitere Arbeit, eigentlich ganz ruhig. Wir haben vier Patenschaften geschlossen (Wegzug aus Costiui, Beendigung durch den Paten in Deutschland, Wegfall eines zu berücksichtigenden Kindes, unsoziales Verhalten der Empfängerin gegenüber dem eigenen Sohn, weil sie nicht auf die Kinder des Sohnes aufpassen will, während die Mutter in Sighet einer Arbeit nachgeht, um den Lebensunterhalt für die Familie sicher zu stellen, der Sohn macht Gelegenheitsarbeit)

Vier neue Patenschaften haben wir aufgenommen (eine für Hilfe zum Leben, eine für eine junge Familie, in der die Frau schwanger ist, eine zur Unterstützung des Schulbesuches, eine für die Betreuung von Kindern, die Mutter hat Arbeit in Sighet und muss für die Kinderbetreuung bezahlen / allerdings müssen 4 Personen versorgt werden und das Einkommen ist gering, siehe Abschnitt oben).

 

Donnerstag:

 

Ein ruhiger Tag, wir haben Restarbeiten gemacht und anschließend gemeinsam mit den Freunden in Costiui, die uns bei unserer Arbeit unterstützen, gegessen. Zuvor haben wir noch den Markt in Sighet besucht. Es ist ein Erlebnis, das Angebot an frischen und abgepackten Waren, das Gewusel der Menschen zu sehen. Es beruhigt die Nerven nach dem Stress der letzten Tage. Nachmittags haben wir gepackt und………

 

Freitag und Samstag

verlief die Rückfahrt wieder dank Gottes Hilfe ohne Probleme und wir sind nach zwei Tagen wieder gesund in Essen angekommen. Hier  hieß es für uns die Fahrt nachzubereiten – Abgänge und Zugänge erfassen, Kassenbuch und Listen aktualisieren, neue Auszahllisten vorbereiten für die Herbstfahrt. Es ist also nicht so, dass bei Erreichen der Heimat die Arbeit zu Ende ist.

Das Schicksal von Paula beschäftigte uns auch weiterhin hier in Essen; wir haben zwischendurch immer wieder Informationen aus Costiui eingeholt.

 

Im Herbst

fand dann unsere zweite Fahrt statt.

Am Sonntag wurden wir vom neuen Pfarrer – Herrn István Hájtájer – empfangen. Ihn hat das Schicksal hart getroffen. Nach 2 ½ Jahren als Pfarrer  in Österreich wurde er von heute auf morgen nach Costiui versetzt. Was wir schon kannten: kein Wasser im Pfarrhaus und teilweise im Dorf, war für ihn neu und unverständlich.  Aber auch sonst war er sehr betrübt, denn ihm war sehr schnell klar geworden, welche Armut zum Teil noch in diesem Ort herrscht. Mit seinem Vorgänger, Otto Anderco,  hatte er zu Beginn seines  Aufenthaltes eine Runde durchs Dorf gemacht und dieser Eindruck belastete ihn als neuen Pfarrer sehr. Schwer für ihn war zusätzlich, dass er keinen im Dorf kannte und er somit nicht wusste, wo er sich Hilfe holen konnte.

 

Bei unserer üblichen Besprechung am Montag, bei der wir wieder jeden einzelnen Patengeldempfänger besprochen haben, war der neue Pfarrer ebenfalls anwesend, damit er sich einen Eindruck von der Hilfe machen konnte, die die Rumänienhilfe über die Jahre für die Gemeinde in Costiui leistet und in welcher Art und Weise die Unterstützungen vergeben und verteilt werden. Seine Worte waren:“ Es ist eine Wohltat zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die anderen Menschen in deren schweren Situationen helfen. Vergelt´s euch Gott“. Wir haben mit dem neuen Pfarrer auch sofort besprochen, dass er an der Entscheidung über die Hilfen nicht beteiligt ist, also somit im Dorf immer neutral sein kann. Sollten ihm allerdings Problemfälle bekannt werden, wird er uns diese auf jeden Fall mitteilen.

 

Bei dieser Besprechung haben wir auch 7 neue Patenschaften vergeben können. Dabei waren auch die beiden alten Frauen vom März. Gott sei Dank hatte  sich bei Paula die Situation daheim gebessert, so dass eine akute Behandlung nicht erforderlich war; wir haben sie auch in ihrem zukünftigen Zuhause besucht. Hier geht es auch voran, wie die Mitfahrer bestätigen konnten. Zwischenzeitlich ist ihr Kind gesund geboren worden und die junge Familie hat Hochzeit und Taufe in der Kirche in Costiui gefeiert. Die Hilfe, die wir für den Ausbau des Zimmers gegeben hatten, war gut angelegt.

Weitere Patenschaften bezogen sich auf junge Familien und kranke Personen.

Ebenfalls wurde die Vergabe der freien Hilfen besprochen.

 

Wie ehrlich die Menschen sein können, haben wir dann am Mittwochnachmittag erlebt. Wir hatten beschlossen, einem jungen Mädchen, das  in Sighet studiert, eine Ausbildungspatenschaft zu geben. Diese wäre noch für ein Jahr notwendig gewesen, da wir erst im Nachhinein von dem Studium erfahren haben. Als das Mädchen dann vor uns saß und wir ihr sagten, dass sie eine Ausbildungspatenschaft erhalten sollte, war sie sehr erstaunt und lehnte diese sofort ab. Wir haben das zunächst nicht verstanden. Sie erklärte uns aber, dass sie so gute Leistungen in Studium bringt, dass sie dieses  nicht selbst finanzieren muss. Sie könne kein Geld annehmen, auf das sie grundsätzlich keinen Anspruch habe.

Wir waren überwältigt ob so viel Ehrlichkeit.

Als sie uns sagte, dass sie schwanger ist, haben wir uns sofort zusammengesetzt und beschlossen, ihr anstelle der zugedachten Ausbildungspatenschaft eine Hilfe für die Erstausstattung für das Baby zu geben. Um ihr das zu sagen, musste sie  noch einmal zu uns kommen. Als wir ihr die Überraschung mitteilten, dass sie eine Unterstützung für das Baby bekommt, weil Sie so ehrlich gewesen ist, versagte ihr die Stimme und sie musste weinen. Sie selber und auch ihre Eltern sind sehr arm,  aber bei aller Armut dennoch sehr bescheiden. Selber haben sie nie nach einer Unterstützung gefragt, obwohl sie wussten, dass wir solche Hilfen geben.

 

Nach dem der alte Pfarrer die Gemeinde verlassen hat, der in den Jahren seiner Zeit in Costiui sehr viel von seinem eigenen Vermögen eingebracht hat, hat sich ein neues Problem ergeben.  Der alte Pfarrer hatte insbesondere für die Kinder zu Nikolaus Nikolaustüten und zu Weihnachten für die armen und alten Einwohner in Costiui Lebensmittelpakete gepackt und verteilt.

Dies ist dem neuen Pfarrer so nicht möglich. Nach Abzug der Kosten für die Organistin, die Küsterin, Strom für die drei Gemeinden bleiben ihm von dem Geld, das er vom Bistum für die drei Gemeinden bekommt, für ihn selber etwa 50 EUR zum Leben übrig. Wir haben daher beschlossen, ihm zunächst für dieses Jahr eine Unterstützung zu geben, dass er für die ärmsten in der Gemeinde weiter Pakete zu Weihnachten packen kann. Er war sehr froh über diese unerwartete Zuwendung.

 

Am Dienstagmorgen haben wir den Geburtstag vom neuen Pfarrer begangen und ihm ein kleines Geschenk überreicht. Donnerstags stand, außer dem Besuch auf dem Markt, nur der Geburtstag von Martin auf dem Programm. Es war, mit allen Freunden zusammen, ein sehr schöner Tag.

 

Zwischendurch und abends, wenn etwas Zeit war, haben wir Pfarrer István geholfen, einige Arbeiten am und im Pfarrhaus durchzuführen um uns ein bißchen nützlich zu machen. Der Nebeneffekt war, dass wir uns auf diese Weise menschlich näher gekommen sind. Denn für ihn war es auch nicht leicht, direkt eine fremde Gruppe im Haus zu haben, nachdem er gerade in Costiui angekommen ist. Aber wir haben schnell gemerkt, dass wir willkommen sind und er hat uns alle Hilfe für unsere Arbeit angeboten, die er uns geben kann.

 

Am Ende des Jahres können wir wieder dankbar auf das zurückblicken, was Sie an Hilfe für die Menschen in Costiui zur Verfügung gestellt haben. Wir haben in diesem Jahr manche schwere Entscheidung treffen oder feststellen müssen, dass wir ad hoc nicht helfen können; das eine Unterstützung erst zu einem späteren Zeitpunkt gegeben werden kann.

 

Im September 2017 wird die Rumänienhilfe 25 Jahre bestehen. Wir haben schon mit unseren Freunden besprochen, im September dann eine gemeinsame Dankesmesse zu feiern und anschließend mit den Einwohnern in Costiui im Gemeindehaus zusammenzukommen. Danken wollen wir, dass wir über diese vielen Jahre die Möglichkeit hatten, wertvolle Hilfe in Costiui zu leisten. Hoffen wollen wir für die Menschen in Costiui, dass diese Unterstützung auch in Zukunft noch möglich sein wird.

Bis auf weiteres so haben wir den neuen Pfarrer verstanden, wird sie weiterhin aufgrund der Umstände in Costiui erforderlich sein.

Sowohl im März, als auch im September haben wir festgestellt, dass wir für medizinische Behandlung und auch für Medikamente sehr viele finanzielle Mittel aufbringen mussten. Hier ist eine deutliche Zunahme gegenüber den Vorjahren zu verzeichnen. Erwähnen müssen wir, dass selbst bei einem Aufenthalt im Krankenhaus die Medikamente zum großen Teil von dem Patienten selbst besorgt werden müssen. Auch die zur Behandlung notwendigen Materialien müssen zum großen Teil selbst bezahlt werden.

 

Bei unserer Hilfe wollen wir auch garantieren, dass die notwendigen Nachbehandlungen bzw. Nachuntersuchungen durchgeführt werden, die ohne die Unterstützung der Rumänienhilfe oft aus Mangel an Geld nicht vorgenommen werden können. Es wird so vermieden, dass die erfolgreich behandelte Krankheit wieder ausbricht.

 

Zum Abschluss kommt noch eine erfreuliche Nachricht. Nachdem hier in Deutschland die Weiterführung der Rumänienhilfe durch die Mitarbeit neuer Helfer sichergestellt werden konnte, wurde uns zum Ende unseres Herbstaufenthaltes in Costiui mitgeteilt, dass sich dort mit Misi Merza ein  neuer Mitarbeiter gefunden hat, der die Arbeit der Rumänienhilfe in Costiui in Zukunft mit tragen wird. Die zukünftige Arbeit der Rumänienhilfe in Costiui ist somit gesichert.

 

Auch in diesem Jahr haben durften wir erfahren, wie dankbar die Menschen in Costiui für die Hilfe sind, die Sie, die Spender, leisten. Diese Dankbarkeit zeigt sich sowohl in Worten als auch in stillen Umarmungen bei unseren Besuchen vor Ort, aber auch, wenn diese Menschen ins Pfarrhaus kommen, um die Patenschaften abzuholen. Dies ist für uns der Ansporn, weiter zu machen. Wir können die Hilfen aber nur nach Costiui bringen, wenn Sie weiterhin die Rumänienhilfe weiter unterstützen. Ihre Hilfen kommen unmittelbar bei den Menschen an, die sie dringend benötigen. Wir weisen bei unseren Gesprächen immer daraufhin, dass wir nur die Überbringer, Sie aber in Deutschland die Spender sind.

 

Wir fahren weiterhin 2 mal im Jahr nach Costiui, um die Hilfen persönlich zu übergeben, die Notwendigkeit von neuen Patenschaften oder freien Hilfen überprüfen, aber auch bestehende Patenschaften durch persönliche Besuche und Inaugenscheinnahme kontrollieren. Begleitet werden wir bei unserem Rundgang in Costiui von Bela, Paul und jetzt Misi. Die Ergebnisse unserer Rundgänge und Besuche werden dann jeweils abends mit der ganzen Gruppe besprochen.

Unsere Fahrten zweimal im Jahr sind nur möglich, weil diese jeweils mit eigenen Fahrzeugen durchführt werden, um Mietkosten zu sparen. Bezüglich der Benzinkosten bitten wir aber um Ihre Unterstützung,  da hier einige Unterstützer leider aufhören mussten. Die Kosten für die Zwischenübernachtung werden von den jeweiligen Fahrern übernommen. Die „Verwaltung“ der Rumänienhilfe wird von uns ehrenamtlich durchgeführt, so dass hier keine zusätzlichen Kosten entstehen.

 

Nochmals herzlichen Dank für Ihre Hilfe, die schon seit so vielen Jahren von Ihnen geleistet wird. Unsere Freunde in Costiui sagen uns immer wieder, wie dankbar sie sind, dass es Sie - die Unterstützer der Rumänienhilfe - gibt. Sie, die über so viele Jahre geholfen haben und auch weiter bereit sind, die Menschen in Costiui zu unterstützen. Ihnen zu helfen, etwas besser mit ihrer Lebenssituation zu recht zu kommen. Diese Menschen wissen, daß es ohne Sie und Ihre Spenden für viele nicht zum Leben reichen würde oder notwendige Behandlungen nicht durchgeführt werden könnten.

 

Hier noch eine kleine Bitte:

Geben Sie die Informationen zur Rumänienhilfe an Freunde und Bekannte weiter. Diese können sich bei Interesse direkt an uns wenden (siehe Informationsblätter, welche in der Kirche ausliegen), uns direkt anrufen oder sie können sich auf der Internetseite informieren. Nur durch eine breite Unterstützung können wir die bisher erfolgreiche wie notwendige Hilfe für Costiui fortsetzen.

 

Wenn Sie bar spenden, geben Sie bitte im Gemeindebüro - wenn Sie überweisen, bitte auf dem Überweisungsträger Ihre vollständige Anschrift an, damit wir in der Lage sind, Ihnen eine Spendenquittung zu kommen zu lassen.

 

Wir selber können Ihnen versichern, dass wir, solange die Menschen in Costiui Hilfe brauchen und Sie bereit sind zu helfen, auch wir bereit sind, Ihre Hilfe den Menschen in Costiui zu überbringen.

 

Das war unser diesjähriger Bericht über unsere Aufenthalte in Costiui und die Vergabe der Unterstützungen.

Wir hoffen, dass wir Sie umfassend informiert haben. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns ruhig an.

 

Wir vom Rumänienteam bedanken uns für unsere Freunde in Costiui für Ihre Hilfe.

 

Mulƫomesc, Köszönöm, Danke

 

Für die Rumänienhilfe

 

Marlies Jacobi, Dorothee Hartung-Schulz, Martin Stemmer, Carmelo Messina, Stefan Grießmann, Norbert Kampka, Edgar Lohbeck,

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