Bericht Herbstfahrt 2017

Herbstfahrt September 2017

Im September haben wir uns wieder auf den Weg nach Costiui gemacht. Bei dieser Fahrt waren wir eine größere Gruppe, da auf Grund des 25 jährigen Jubiläums alle aktiven mitgefahren sind. Die Fahrt verlief ohne größere Probleme. Auch die Grenzkontrollen waren normal. In Costiui angekommen, wurden wir wieder von unseren Helfern und den freundlichen Küchenfeen empfangen. Dieses Mal war auch wieder Erzsebeth dabei, da sie nicht unbedingt auf ihre Enkelkinder aufpassen musste.

Am Montag, dem ersten Tag unseres Aufenthaltes , hat ein Teil unserer Gruppe an der üblichen Besprechung teilgenommen. Edgar, sein Sohn Stephan und Stefan Grießmann haben derweil angefangen, eine Liste von Bäumen aufzuasten bzw. komplett zu fällen. Diese Aktion wurde von unserer Rumänienhilfe vorgenommen, da es sich um zum Teil Gefahrenbäume gehandelt hat und die örtlichen Mittel nicht vorhanden waren, diese Bäume zu fällen. Dies betrifft sowohl die anzuwendende Technik, als auch die finanziellen Mittel, um eine Firma damit zu beauftragen. Die Anfrage hierzu hatten wir im März diesen Jahres erhalten und haben sofort zugesagt, um auf diese Weise unsere caritative Arbeit zu tun. Die drei waren mit dieser Aktion volle 2 ½ Tage beschäftigt.

Dienstag und Mittwoch haben wir dann die Hilfen verteilt und zusammen mit unserem Herrn Pastor Blasius die Patenschaftsempfänger im Dorf besucht. Hierbei wurde von Herrn Pastor bemerkt, dass es zwar deutliche Fortschritte in der Entwicklung gibt, aber viele der Bewohner von Costiui, die von uns unterstützt werden, an diesen Fortschritten nicht teilnehmen können. Die Lage ist immer noch für viele Einwohner sehr ernst.

Während unseres Aufenthaltes haben wir, auf Grund der aktuellen Situation, die von Teilen unserer Gruppe durch Hausbesuche überprüft worden ist, 3 neue Patenschaften vergeben. Eine Patenschaft für einen Mann, der an Krebs erkrankt ist und dessen Frau ihre Arbeit aufgegeben hat, um ihn zu versorgen. Als wir dieser Frau dann die Mitteilung machten, dass wir ihr eine Patenschaft vergeben können, brach sie förmlich zusammen. Wir haben dann erfahren, dass die Anfrage bei uns quasi ein letzter verzweifelter Versuch war; sie hatte bisher keine Hilfe für Ihren Mann erhalten.

Eine Patenschaft für einen Mann, der allein lebt und nicht ganz gesund ist. Hier hat seine Schwester uns um Hilfe gebeten, da sie, selbst nicht gesund aber ihren Bruder trotzdem versorgt, in der Woche nach unserem Aufenthalt eine Operation hat, von der sie selbst sagt, dass sie nicht weiß, ob sie wieder lebend aus dieser Operation heraus kommt. Sie wollte ihren Bruder versorgt wissen. Unabhängig von dem Ergebnis der Situation der Schwester ist die Hilfe für den Bruder notwendig gewesen.

Eine weitere Patenschaft haben wir für einen Mann vergeben, der 12 Jahre im Gefängnis gesessen hat und jetzt gesundheitlich beeinträchtigt ist und zur Zeit keine Arbeit hat.

Frei Hilfen haben wir gegeben für eine Frau, die für eine Unterleibsoperation (die entsprechenden Unterlagen haben zur Prüfung vorgelegen) einen Kredit in Höhe von umgerechnet 670 EUR aufgenommen hat. Wir haben ihr Hilfe in Höhe der Hälfte des Kredites gegeben. Die Hälfte deshalb, damit die Menschen in Costiui auch wissen, dass sie eine gewisse Eigenleistung zu erbringen haben. Unsere Unterstützung macht aber die Rückzahlung des Kredites für die Frau wesentlich leichter bei deren geringen Einkommen.  Die andere größere Hilfe betrifft den Mann, dem wir bereits eine Patenschaft eingerichtet haben. Hier haben wir einen Vorschuss auf die Fahrtkosten zur notwendigen Krebsbehandlung gewährt. Auch hier war die Reaktion für uns ergreifend.

Am Donnerstag hatten wir dann die Vorbereitung für die Dankmesse am Nachmittag und das anschließende Treffen im Kulturhaus. Es war für alle eine ergreifende Messe. Pastor Blasius, der russisch/orthodoxe Priester von Costiui und der derzeitige katholische Priester, Istan Hátájer hielten die Messe. Während der Messe haben wir auch die Augustinerstatue aus der alten St. Augustinuskirche übergeben und diese wurde dann in der Messe geweiht. Diese Statue ist ein Zeichen der Verbundenheit der Menschen in unserer Antoniusgemeinde und den Menschen in Costiui, aber auch eine Erinnerung an die Anfänge der Rumänienhilfe. Diese Augustinerstatue hat einen besonderen Platz im Altarraum bekommen. Die Reaktion der Menschen in Costiui zeigt, dass diese Geste besonders geschätzt wird.

Nach der Messe haben wir uns dann im Kulturhaus getroffen. Zunächst bedankten sich unsere Freunde in Costiui bei allen Helfern für die bisher geleitstete Hilfe. Hierzu hatten Sie ein kleines Gedenkblatt erstellt und überreichtem jedem ein Kreuz. Anschließend wurde noch ein Film von uns über die Anfänge der Hilfe und die seinerzeitige Situation in Costiui gezeigt. Es war ein schöner Abschluss unseres Aufenthaltes, denn am Freitag sind wir wieder Richtung Heimat gestartet. Die Rückfahrt verlief ebenfalls ohne Probleme.

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